Das hier ist ein ganz neuer Traktor. Den haben wir uns beim Händler ausgesucht, wir drücken auf „Kaufen" – und schwupps, da steht er schon draußen. Moment mal: Eben haben wir ihn doch erst bestellt. Wie ist er so schnell hierhergekommen?
Mit dieser Mod schauen wir uns den Weg dazwischen an. Ein neuer Traktor ist nach dem Kauf erst einmal eine Bestellung. Bevor er auf dem Hof steht, bekommt er Zeit für die Herstellung und für seine Reise zu uns.
Für einen Traktor in der Grundausstattung zählen wir zwei Tage. Haben wir eine Ausstattung ausgesucht, die extra kostet – andere Reifen etwa oder einen stärkeren Motor –, kommen zwei Tage dazu. Und wo kommt unser Traktor her? Die Mod ordnet vielen Herstellern eine von sechs Weltregionen zu: Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien, Afrika und Ozeanien. Auch unser Hof gehört zu einer Region – bei bekannten Karten automatisch, sonst stellen wir sie selbst ein. Ein Traktor aus Europa hat es zu einem europäischen Hof nicht weit; soll er nach Nordamerika, macht er eine längere Reise. Je weiter der Weg, desto später kommt die Maschine an. Wie lange wir warten, sehen wir schon vor dem Bestellen. Die Tage richten sich nach dem Spielkalender: Wir rechnen einen Monat mit 28 Tagen, und die Mod rechnet das auf die eingestellten Tage pro Monat um. Bei 28 Tagen pro Monat dauert ein Liefertag also genau einen Spieltag, bei einem Tag pro Monat ist eine Lieferzeit von zwölf Tagen schon nach rund zehn Spielstunden vorbei.
Bezahlen müssen wir ihn natürlich auch. Ist die Anzahlung eingeschaltet, bleiben beim Bestellen 20 Prozent des Preises beim Händler, die übrigen 80 Prozent zahlen wir bei der Lieferung. Zum Bestellen muss also nur die Anzahlung auf dem Konto sein. Ausgeschaltet zahlen wir alles sofort beim Kauf.
Kommt der Traktor aus einer anderen Region, steht noch ein Betrag auf der Rechnung: der Zoll. Er hängt davon ab, aus welcher Region die Maschine kommt und wohin sie geliefert wird. Innerhalb derselben Region fällt kein Zoll an; zwischen zwei Regionen nimmt die Mod den für diese Richtung eingestellten Satz. Ein Beispiel: ein Traktor für 100.000 Euro aus Europa nach Nordamerika, mit dem voreingestellten Satz von fünf Prozent, macht 5.000 Euro Zoll, also 105.000 Euro insgesamt. Die Sätze sind Spielwerte und lassen sich anpassen oder ganz abschalten. Vor dem Kauf sehen wir immer Zoll, Gesamtpreis und die Aufteilung der Zahlungen; für eine bereits aufgegebene Bestellung bleiben die Beträge erhalten.
Jetzt ist unser Traktor unterwegs. Sind Lieferverzögerungen eingeschaltet, dauert es manchmal einen oder zwei Tage länger. In der Auftragsliste sehen wir, welche Maschine gerade hergestellt wird, welche unterwegs ist und wann sie ankommt – samt Herkunft, Ziel und offenem Betrag. Fehlt am Liefertag das Geld, wartet die Bestellung, bis der Hof die offene Zahlung samt Zoll begleichen kann.
Wollen wir den Traktor doch nicht mehr, können wir stornieren: solange er in Produktion ist, gibt es den gezahlten Betrag zurück; ist er unterwegs, behält der Händler einen Teil; kurz vor der Lieferung verfällt er ganz und eine Stornogebühr wird fällig. Den Zoll zahlen wir bei einer Stornierung nicht.
Etwas später steht unser Traktor da – mit den ausgesuchten Reifen, der richtigen Farbe und dem bestellten Kennzeichen. Und die Palette Saatgut, die wir dringend brauchen? Die ist weiterhin sofort da, ebenso BigBags und andere Sofortartikel, gebrauchte Maschinen, Mietfahrzeuge und kostenlose Fahrzeuge – alle ohne Wartezeit und ohne Zoll.
Das Ganze funktioniert auch im Mehrspieler: Alle auf dem Hof sehen die gemeinsamen Bestellungen, die Einstellungen legt der Server fest. Und während der nächste Traktor noch auf Reisen ist, arbeiten wir mit den Maschinen weiter, die schon da sind.